Symptome und Entstehung

Symptome und Entstehung

Krebs gilt deswegen als besonders heimtückisch, weil bei vielen Krebserkrankungen im Frühstadium keine Symptome auftreten, Krebs aber im Frühstadium die besten Heilungschancen hätte. So verhält es sich leider auch mit dem Prostatakarzinom, das im Frühstadium häufig unbemerkt bleibt. Viele Männer nutzen leider das Angebot der jährlichen Vorsorgeuntersuchung ab einem Lebensalter von 45 Jahren nicht, obwohl hier die Möglichkeit der Früherkennung bestünde. In den meisten Fällen wird die Erkrankung durch Zufall erkannt, wenn der Betroffene wegen eines anderen medizinischen Problems einen Arzt aufsucht oder operiert wird.

Symptome von Prostatakrebs

Ist die Krankheit schon fortgeschritten, treten erste Symptome auf. In der Regel handelt es sich hier um Schwierigkeiten beim Urinieren. In diesem Fall hat der Prostatakrebs die Harnröhre entweder verlegt oder eingeengt. Beim Wasserlassen kommen nur geringe Mengen Urin, der Harnfluss ist entweder sehr schwach oder ständig unterbrochen, die Blase wird praktisch nicht mehr entleert. Der Betroffene hat aus diesem Grund das Gefühl, ständig zur Toilette gehen zu müssen. Schwierigkeiten beim Wasserlassen sind jedoch kein eindeutiger Hinweis auf Prostatakrebs. Nur in zehn Prozent der Fälle aller Männer, die aufgrund dieser Beschwerden einen Urologen aufsuchen, wird tatsächlich Prostatakrebs diagnostiziert. Bei den restlichen 90 Prozent handelt es sich meist um eine gutartige Vergrößerung der Prostata.

Auch die Samenleiter können betroffen sein, in diesem Fall können Schmerzen beim Samenerguss oder ein verminderter Samenerguss Symptome sein. In seltenen Fällen befindet sich Blut im Urin oder im Ejakulat. Starke Schmerzen im unteren Leibbereich können deutliche Symptome im fortgeschrittenen Stadium sein, wenn der Krebs bereits Metastasen gebildet hat. Die Schmerzen können sich im unteren Rücken, in den Hüften, aber auch im Becken bemerkbar machen. Häufig kommt es auch zu einer geringeren Erektion oder gar zu Impotenz. Symptome wie starker Gewichtsverlust, ständige Müdigkeit und Erschöpfung, ein Abfall der allgemeinen Leistungs- und/oder Konzentrationsfähigkeit, Schwäche, sollten immer ernst genommen werden, denn diese Symptome deuten immer auf eine Erkrankung hin und können durchaus Symptome für Prostatakrebs sein.

Die Entstehung von Prostatakrebs

Prostatakrebs entsteht, weil die Zellen der Prostata anfangen sich zu vermehren und bösartig zu werden. Warum das jedoch bei manchen Männern der Fall ist, bei anderen wieder nicht, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Die Hormone spielen hier wohl eine große Rolle. Das männliche Geschlechtshormon Testosteron begünstigt das Wachstum von Karzinomen in der Prostata.

Auch erbliche Belastung kann vorliegen. Bisherige Forschungen haben verdeutlicht, dass an Prostatakrebs erkrankte Männer häufig aus Familien stammen, in denen es bereits mehrere Erkrankungen gab. Raucher sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, denn die Schadstoffe im Zigaretten rauch gelangen direkt ins Blut und scheinen das Wachstum von Krebszellen zu begünstigen.

Risikofaktoren die zu Prostatakres führen können

Aber auch die Ernährung scheint eine wichtige Rolle zu spielen. Wer viel tierisches Fett zu sich nimmt und sich grundsätzlich kalorienreich ernährt, ist Forschungen zufolge gefährdet. Übergewicht gilt grundsätzlich als Ursache oder Mitverursacher von zahlreichen Erkrankungen und könnte auch Prostatakrebs begünstigen. Auch Umwelteinflüsse können verantwortlich sein.Kadmium ist beispielsweise in Zigarettenrauch enthalten, aber in einigen Gebieten auch als Schadstoff in der Luft und gilt als möglicher Verursacher oder zumindest als ein begünstigender Faktor.